die unwissenheit der literatur

Stephanie Langer

Kontakt

Karlsruher Institut für Technologie, Institut für Germanistik: Literatur, Sprache, Medien, Franz-Schnabel-Haus (Geb. 30.91), Fritz-Haber-Weg7, D-76131 Karlsruhe
stephanie.langer(at)kit.edu


Lebenslauf

2005-2011: Studium der Deutschen Philologie und der Vergleichenden Literaturwissenschaft an der Universität Wien und der Freien Universität Berlin. Titel der Diplomarbeit: „Die Ungewissheit des Todes. Scheintod und Goethes 'Wahlverwandtschaften'.“

2010-2011: Tutorin am Institut für Deutsche Philologie der Universität Wien
2011-2012:
Korrekturassistentin am Institut für Deutsche Philologie der Universität Wien
Seit 01.04.2012:
Doktorandin im ProDoc „Das unsichere Wissen der Literatur“


Projektvorstellung

Obduktion und Leichenschau. Zum forensischen Interesse am toten Körper

Die Leiche markiert als Leerstelle den – juristisch wie medizinisch – unsicheren Status des Wissens vom Tod. Dennoch – oder, so lässt sich fragen, vielleicht auch gerade deswegen – ist der Leichnam dem forensischen Blick gleichermaßen Objekt und Instrument der Wahrheitsfindung. Ausgehend von diesem Spannungsfeld ist es gerade Literatur, die das Wissen von der Lesbarkeit des toten Körpers auf seine Grenzen und Unschärfen hin befragen kann. Im Rahmen einer Auseinandersetzung mit einer weit gestreuten Auswahl an literarischen Werken, die es auf ihr Verhältnis zum Wissen vom toten Körper zu befragen gilt, soll darum der Versuch unternommen werden, der Kultur- und Literaturgeschichte des forensischen Interesses am toten Körper nachzuspüren. Unter welchen epistemischen Voraussetzungen werden tote Körper sprechen gemacht? Wie positionieren sich konkrete Texte zu diesem Wissen vom toten Körper? Welche Erzählweise erproben Texte, die dem forensischen Interesse am toten Körper nachgehen? In welchem Verhältnis steht die forensische zur ästhetisierenden Betrachtung des toten Körpers?


Veröffentlichungen

Erschlagen, ertrunken, vergiftet? Zu Heinrich von Kleists Familie Schroffenstein. In: Christian Hoffstadt (Hrsg.): Tod. Bochum, Freiburg: Projekt Verlag 2014. (Aspekte der Medizinphilosophie 14) [im Erscheinen]

Gedächtnis post mortem. Der tote Körper als Archiv. In: Andrea Bartl und Hans-Joachim Schott (Hrsg.): Naturgeschichte, Körpergedächtnis. Erkundungen einer kulturanthropologischen Denkfigur. Würzburg: Königshausen & Neumann 2014. (Konnex 1), S. 371 – 388.

Always roaming with a hungry heart. Tennysons Ulysses im Vergleich mit Dantes. In: Kobuk 5 (2011), S. 6-24.

 

 

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