die unwissenheit der literatur

Elias Zimmermann

Kontakt

elias.zimmermann(at)unil.ch

 

Lebenslauf

2006-2009: Bachelorstudium der Germanistik und der Philosophie an der Universität Bern. Bachelorarbeit: Fichtes Schuld am Nihilimus Kreuzgangs. Die implizite Nihilismus-Kritik der „Nachtwachen“ von Bonaventura als Ergebnis einer Fichte-Kritik  bei Prof. Dr. Wolfgang Pross.

2009-2012: Masterstudium der neueren deutschen Literatur und der Philosophie an der Universität Bern. Anstellung als Hilfsassistent an der Universität Bern. Studienaufenthalt an der Freien Universität Berlin. Masterarbeit: Poeta architectura doctus. Architektur und Architekturtheorie in Hermann Burgers früher Prosa und „Schilten“ bei Prof. Dr. Yahya Elsaghe.

Ab 01.10.2012: Doktorand im ProDoc „Das unsichere Wissen der Literatur“

 

Projektvorstellung

 „[D]ie Seiten sind wie Wände“– Architektur bei Thomas Bernhard und Hermann Burger

Die 70er-Jahre gelten spätestens mit Charles Jencks Sprache der postmodernen Architektur (1977) als Zeit eines grundlegenden architekturtheoretischen Umbruchs, dessen Auswirkungen bis heute spürbar sind. Anhand von zwei literarischen Texten wird im vorliegenden Dissertationsprojekt untersucht, wie Architekturdiskurse in den 70er-Jahren poetologisch angeeignet, diskutiert und weitergedacht wurden. Sowohl in Thomas Bernhards Korrektur (1975) als auch in Hermann Burgers Schilten (1976) nehmen Gebäude eine zentrale Funktion innerhalb des Romangeschehens ein – sie sind weit mehr als „Schauplatz“(Burger) oder „Bühne“ (Bernhard). Die jeweiligen Hauptfiguren beschäftigen sich in fiktiven Textprojekten mit Sprache und Architektur: Architekturdarstellungen und Schrift reflektieren sich gegenseitig, sie kommentieren und konstituieren zugleich das Narrativ. Diesen komplexen Beziehungen wird sowohl auf der diskursgeschichtlichen als auch auf der textimmanenten Ebene Rechnung getragen. Zwischen den beiden Ebenen nimmt das architekturtheoretische Wissen der Autoren eine Scharnierfunktion ein. Das Dissertationsprojekt soll einerseits neue Zugänge zum Verständnis der Werke herstellen, andererseits dabei helfen, grundlegende Fragen zum Verhältnis von Literatur und Architektur ihrer Zeit zu erörtern.

 

Veröffentlichungen

W.G. Sebalds babylonische Bibliothek. Kritik an einem heterotopischen Raum der Moderne, in: Prospero. Rivista di Letterature e Culture straniere. Nr. 17 (2012), 177-201 (http://hdl.handle.net/10077/8210). 

Parasiten im Paradies. Freiwillige Arbeitslosigkeit und das bedingungslose Grundeinkommen. In: Expositionen. Nr. 4 (2012).

Die allmähliche Verfertigung der Beobachtung zweiter Ordnung. Über Grundprinzipien intellektueller Produktion: Kleist, Luhmann und die Romantik. In: Expositionen. Nr. 3 (2011).

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